Mit den Hunden longieren
BerichtePublished August 7, 2010 at 11:10 Kommentare deaktiviertEin Wochenende voller Spaß und neuer Eindrücke
Am Samstag den 03.07.2010 fanden sich um 09:00 Uhr neun Hundebesitzer auf dem Platz der Hundefreunde Roßdorf ein, um mit ihren Hunden mal etwas Neues auszuprobieren. Unter der fachkundigen Anleitung von Caroline Reisch wurden wir in die Anfänge des Longierens eingeführt. Zunächst haben wir uns kurz kennen gelernt und dann ansehen dürfen, wie Longieren aussehen kann, wenn man es so wie Caro schon länger praktiziert. Wir waren alle sehr erstaunt über die leise Kommunikation zwischen den beiden, denn Caro sagte kaum ein Wort zu ihrer Hündin und trotzdem reagierte sie auf jede Kleinigkeit.
Dann durften wir ran. Einzeln erst mal an den Kreis heran geführt, stellten wir schnell fest, wie überfordert man mit einer Leine sein kann, auch wenn man ja nur im Kreis laufen muss. Die ersten Hürden (nicht über die eigenen Füße stolpern, den Hund nicht ständig anstarren, hingucken wo man hin will etc.) waren für uns schon einiges an Aufgaben. Umso ungläubiger waren wir nach der Mittagspause, als Caro meinte „und jetzt nehmt ihr euch ein Spieli und wir machen das ganze ohne Leine“. Keiner von uns hatte damit gerechnet, dass die Hunde schon so weit sind, aber wir wurden mal wieder von unseren Vierbeinern überrascht. Fast jeder Hundeführer konnte am Ende des ersten Tages schon deutlich vom Kreisrand Richtung Mitte wandern ohne dass der Hund seine Position verlassen hätte (vereinzeltes daran erinnern, dass der Kreis für den Hund tabu ist, zählen wir hier nicht mit).
Die große Hitze und natürlich das Fußballereignis in Süd-Afrika haben uns dann einen relativ frühen Feierabend gegen 15:00 Uhr beschert.
Am Sonntag ging es um 09:00 Uhr wieder los. Zunächst mit einer Wiederholung der letzten Einheiten vom Samstag und dann mit einer neuen Herausforderung. Caro baute uns dicht neben den ersten Kreis einen zweiten auf. Die Vermutungen, was wir da wohl jetzt machen, nahmen kein Ende, bis wir es letzt endlich ausprobieren durften. Zuerst die relativ einfache Variante des Kreiswechsels mittels Überführung des Hundes (Laufbahn = 8). Doch schon bei dieser Version zeigte sich, wie schwierig es ist, den richtigen Moment abzupassen, um den Hund auch richtig in den zweiten Kreis zu schicken, ohne vorher über eine der Begrenzungen zu stolpern oder in den Hund zu laufen. Aber auch diese Hürde schafften wir alle recht zügig. Sogar unsere jüngsten Teilnehmerinnen (Sophia, 12 Jahre und July, 6 Monate) schafften am Sonntag das vorher noch Unvorstellbare, den Zirkel ohne Leine zu laufen, obwohl die heiß geliebte Schwester und Mutter mit auf dem Platz waren.
Zum Ende des Seminars durften wir dann noch ausprobieren, wie man mit 2 Mensch-Hund-Teams gleichzeitig longieren kann. Auch diese, für uns erst mal einfach erscheinende Übung, zeigte ihr Tücken. Denn auch wenn sich die Hunde untereinander kannten, gab es doch Berührungsängste beim direkten aneinander vorbei laufen. Lediglich die beiden Geschwister-Hunde Lotte und Uschi (beide 1,5 Jahre alt) zeigten, dass es für sie vollkommen normal ist, aneinander vorbei und miteinander um den Kreis zu laufen, wobei jeder der beiden Hund lediglich auf seinen Hundeführer (Brigitte und/oder Werner) achtete.
Alles in allem war es ein sehr interessantes Wochenende mit tollen Anleitungen und Ideen, die wir wohl alle in naher oder ferner Zukunft ausbauen und weiter verfeinern werden. Wir hatten alle großen Spaß und danken Caro für die schönen Stunden und den wahnsinnigen Erfolg, den sie jedem Team mit an die Hand geben konnte.
- Ein Bericht von Sabine Fröhlich